05.04.2016

Quo vadis, LHG?

Foto: Rene S. http://tiny.cc/2briay (CC BY-NC 2.0)

Foto: Rene S. http://tiny.cc/2briay (CC BY-NC 2.0)

Der Bundesverband der liberalen Hochschulgruppen arbeitet derzeit an einem neuen Leitbild. Hier erläutert der Bundesvorsitzende, warum der Verband einmal „durchgekehrt“ werden müsse. Von Johannes Dallheimer

Leitbilder sind der letzte Schrei. Egal ob bei Parteien, die am Abgrund stehen oder bei Unternehmen, deren Produkte sich nicht mehr verkaufen, ein Leitbild soll die Werte und die Ideale frei legen und den Blick in die Zukunft schärfen. So weit, so gut. Ich würde nicht behaupten, dass die LHG ideell vor dem Abgrund steht. Innerhalb der liberalen Familie waren wir wohl die stabilste Konstante, die auch heute mit Wahlergebnissen überzeugen kann: Ob in Frankfurt an der Oder, Paderborn, Friedrichshafen oder Niederrhein, wir erreichen oft zweistellige Ergebnisse!

Doch tatsächlich kann man nicht verschweigen, dass nach dem jahrelangen internen Hickhack und der ständigen Selbstbeschäftigung die Luft ein wenig raus ist. Manche meinen sogar, dass das Ziel vor Augen verloren gegangen ist, die Sicht vernebelt wurde, der Auftrag unklar ist.

„Jetzt heißt es, den Boden zu kehren und einmal durchzulüften“

Da trifft es sich gut, dass wir nun Zeit haben. 2017 sind Wahlen, bei denen hoffentlich auch unser Einfluss auf die Legislative steigt. Da werden wir also alle Hände voll zu tun haben – jetzt aber heißt es, sich vorzubereiten, den Boden zu kehren und einmal durchzulüften. Im April veranstaltet der Bundesverband ein Seminar in Mainz, dass sich mit der Geschichte liberaler Studierendenbewegungen auseinandersetzt – wir lernen aus der Vergangenheit für unsere Zukunft.

Seminar der Bundes-LHG "Zurück in die Zukunft?" zur Geschichte der liberalen Studentenbewegung.

Für das Seminar zur Geschichte der liberalen Studentenbewegung kannst du dich hier anmelden.

Und da ist eben noch unser Leitbild, dass bei der nächsten Bundesmitgliederversammlung vom Bundesvorstand vorgelegt und dann abstimmt wird. Vielleicht um allzu hitzige Debatten vorzubeugen, hat der letzte Bundesvorstand in einem Antrag festgelegt, dass dieses Leitbild nicht der Vorstand alleine erarbeiten soll, sondern dass sich alle Ortgruppen daran beteiligen müssen.

Grundsätzliche Fragen klären

Auf Einladung kommt der Bundesvorstand direkt vor Ort zu den Mitgliedern um mit den Gruppen grundlegende Fragen zu klären und aus den Ergebnissen ein Gerüst für das Leitbild zu bauen: Wie sehen wir uns? Soll die Programmatik ausgeweitete werden? Welche Dienstleistungen kann der Bundesverband noch leisten, wie soll das Verhältnis zur FDP sein? Das Abstimmen darüber ist auch per Mail möglich.

Diesen Vorgang nennen wir den Zukunftsdialog17. Warum 2017? Weil aus dem beschlossenen Leitbild dann ein neues Logo entstehen soll, das bei der Bundesmitgliederversammlung im Frühjahr 2017 beschlossen werden soll. Es kann dann also gar nichts mehr schiefgehen, wir werden ideell, organisatorisch und im äußeren Auftreten im nächsten Jahr perfekt aufgestellt sein. Auf geht’s!